Ein bedeutender Vorteil von Meeresströmungskraftwerken ist im Gegensatz zu Wind- und Solaranlagen die Wetterunabhängigkeit. Durch die Kontinuität der Meeresströmungen lässt sich auf längere Zeit genau vorhersagen, wieviel Energie erzeugt werden kann. Dadurch kann beispielsweise vor dem Bau eines Kraftwerkes die Qualität möglicher Standorte genau untersucht werden und die Ergebnisse als sichere Quelle herangezogen werden.

Ein weiterers Kriterium, das Wasserkraftwerke den Windkraftwerken voraus haben, bezieht sich auf die physikalische Eigenschaft von Wasser. So besitzt es eine 1000 mal höhere Dichte als Luft. Als Folge davon kann ein Meereströmungskraftwerk auch gut funktionieren, wenn die Geschwindigkeiten der Strömungen etwas niedriger sind.

Diese positiven Effekte, die sich aufgrund der hohen Wasserdichte ergeben sind der Grund dafür, warum Meeresströmungskraftwerke meist komplett unter Wasser arbeiten. Würde sich nämlich in die Wasserströmungen Luft mischen, würde sich das negativ auf die Wasserdichte auswirken, was dann wiederum einen massiven Leistungseinbruch mit sich ziehen würde.

Aufgrund dieser Tatsachen können weitere Gefahren wie zum Beispiel die Rostbildung ausgeschaltet werden. Somit verlängert sich die Lebensdauer solcher Anlagen erheblich und Wartungs- und Reparaturarbeiten können gering gehalten werden, was den Kostenfaktor begünstigt.

Zudem finden bei dieser Bauart keine optisch erkennbaren Eingriffe in die Natur und Umgebung des Standortes statt. Auch in Bezug auf die Schonung der Umwelt schneiden Strömungskraftwerke ähnlich wie Wind- und Solaranlagen sehr gut ab. Es werden keine schädlichen Stoffe wie Kohlendioxid ausgestoßen, wodurch die Sauberkeit der Luft völlig erhalten wird.

Wasserkraftwerke sind trotz ihrer vielen Vorzüge dafür bekannt für die Tiere und Pflanzen, die in unmittelbarer Nähe leben, schädlich, wenn nicht sogar lebensbedrohlich zu sein. Dies gilt aber nur für Kraftwerke, an denen große Stauseen angelegt werden müssen.

Wellenkraftwerke stellen für die im Wasser lebenden Tiere stellen Strömungskraftwerke keine große Gefahr dar. Da die Rotorblätter nur sehr langsam rotieren, wirkt sich das kaum auf den näheren Bereich des Meeres aus.