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Meeresströmungskraftwerke sind Kraftwerke, die, wie ihr Name schon verrät, Energie aus den Stömungen der Meere erzeugen können. Dabei wird die kinetische Energie, die die Meerestströmung besitzt in Rotationsenergie umgewandelt. Vom Aufbau her lassen sich Meeresströmungskraftwerke mit Windkraftanlagen vergleichen, nur dass die Umwandlung von Wasser zu Energie unter Wasser stattfindet.
Jedes Meeresströmungskraftwerk besitzt an der Wasseroberfläche ein kleines Platau, auf dem sich ein Computer befindet. Dieser Computer erhält durchgehend die vom Rotor ausgehenden Informationen und sammelt diese. Das Plateau dient zusätzlich als Standpunkt für Bauarbeiter bei Wartungs- oder Reparaturarbeiten.
Ein Rotor bildet das zentrale Element eines Meeresströmungskraftwerks. Er wird immer auf Höhe der fließenden Strömungen befestigt und ist meist zweiflügelig. Im Gegensatz zu den Rotoren der Windkraftwerke ist der des Strömungskraftwerkes mit einem durchschnittlichen Durchmesser von ca 5 Metern wesentlich kleiner. Die Wassermengen treffen nun mit ihrer kinetischen Energie auf den Rotor, welcher dadurch zu drehen beginnt. Zu diesem Zeitpunkt wandelt sich die kinetische Energie des Strömungswasser in Rotationsenergie um.
Ungefähr 30 Meter unter Wasser befindet sich eine Schiene, die zur Befestigung des Rotors dient. Dies hat den Vorteil, dass der Rotor für Wartungs- oder Reparaturarbeiten über Wasser transportiert werden kann und somit eine erleichterte Bearbeitung im trockenen Zustand ermöglicht wird.
Wie bei allen Wasserkraftwerken findet der abschließende Vorgang im Generator statt. Er besitzt Spulen, die eine elektrische Spannung erzeugen und letztendlich den elektrischen Strom erzeugen.
Speziell in Deutschland werden Meeresströmungskraftwerke weniger genutzt. Im Vergleich zu anderen Energiequellen produzieren Meeresströumgskraftwerke noch relativ teuer und sind somit nicht konkurrenzfähig mit den meisten Stromerzeugern. Dafür hingegen trägt Deutschland einen erheblichen Teil zu deren Weiterentwicklung bei. Aufgrund der vielen Gemeinsamkeiten, die sich beim Aufbau von Windkraftwerken und Meeresströmungskraftwerken zeigen, können viele Parallelen gezogen werden und diese dann wiederum zur Weiterentwicklung der Technologien von Strömungskraftwerken genutzt werden.